Safekon 2009

Schlussbericht der SAFEKON


  • 1.500 Sicherheitsexperten und -interessierte kamen nach Karlsruhe 
  • 50 Aussteller informierten über aktuelle Sicherheitstechnik 
  • Großes Interesse an den Fachvorträgen zu „Sicherheit an Schulen“ 
  • Wirtschaftsspionage gefährdet Know-how am Standort Baden-Württemberg

Karlsruhe, 2. Oktober 2009. 1.500 Sicherheitsexperten und -interessierte kamen vom 30. September bis 2. Oktober 2009 ins Kongresszentrum Karlsruhe. Über aktuelle Sicherheitstechnik und –dienstleistungen informierten 50 Aussteller auf der SAFEKON – Fachmesse für Zutrittskontrolle, Gebäudesicherheit und Informationsschutz. Parallel veranstaltete der Fraunhofer Verbund für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung (VVS) die 4. Sicherheitsforschungskonferenz Future Security, auf der zukünftige Sicherheitsfragen und -lösungen diskutiert wurden.

„Wir sind mit dem Verlauf der 2. SAFEKON zufrieden. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnten wir die Aussteller- und Besucherzahl der vergangenen SAFEKON halten. Mit den Fachvorträgen zu Sicherheit an Schulen und der Vorstellung der SiFo-Studie 2009 ‚Know-how-Schutz in Baden-Württemberg’ hatten wir zwei sehr aktuelle Themen auf der Messe vertreten, die auf großes Interesse stießen“, erklärte Britta Wirtz, Sprecherin der Geschäftsführung der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH.

Die Aussteller waren von der Qualität der Fachgespräche, der Messeorganisation und dem Ambiente auf der SAFEKON überzeugt.

„Wir haben unsere Ziele, die wir uns für die SAFEKON gesetzt hatten, erreicht. Wir hatten sehr interessante Gespräche und Neukontakte am Stand. In unserem Unternehmen geht der Trend ganz klar zu Fachmessen. Wir investieren lieber in kleinere Messen, die einen geringeren finanziellen und personellen Aufwand mit sich bringen und weniger Streuverluste bei unserer Besucherzielgruppe haben“, so Manuel Witzke, Interflex Datensysteme GmbH & Co. KG.

„Für uns war die SAFEKON eine gute Messe. Nahezu alle unserer geladenen Kunden waren hier, und wir konnten neue vielversprechende Kontakte knüpfen. Für diese Region ist die SAFEKON ein guter Ansatz“, so Matthias Kleemeier, Key-Account-Manager SAP Systeme von PCS Systemtechnik GmbH.

„Wir hatten ein paar sehr interessante Neukontakte und konnten bereits bestehende Kundenbeziehungen vertiefen. Deswegen war es für uns ein gelungener Messeauftritt auf der SAFEKON“, erläutert Markus Strübel, Marketingkommunikation bei Securiton GmbH Alarm- und Sicherheitssysteme.

Großes Interesse an den Fachvorträgen zu „Sicherheit an Schulen“
Aus aktuellem Anlass war das Interesse an den Fachvorträgen zu „Sicherheit an Schulen“ groß. Hier wurden die Sicherheitsdefizite an Schulen thematisiert, wie beispielsweise ungesicherte Gebäude außerhalb der Unterrichtszeiten, fehlende Zutrittskontrollen, keine eindeutigen Regeln und Schulungen für den Krisenfall.

„Das Fachforum ‚Sicherheit an Schulen’ war ein voller Erfolg. Der Ansatz eines integrierten Sicherheitskonzepts, bei dem alle Beteiligten einbezogen werden und verbindliche Richtlinien für alle gelten, ist maßgeblich für mehr Sicherheit an Schulen. Hierbei wird die ‚Freiheit der Bildung’ keineswegs durch klare Regeln und Zugangsbeschränkungen eingeengt“, erklärte Steffen Weiß, Bereichsleiter der b.i.g. sicherheit gmbH.

Als mögliche technische Sicherheitsmaßnahmen für Schulen stellten die Aussteller der SAFEKON u. a. kopiersichere Schließsysteme, Knaufzylinder an Türen, die das nicht autorisierte Betreten von Räumen verhindern, und Videoüberwachungssysteme vor.

Wirtschaftsspionage gefährdet Know-how am Standort Baden-Württemberg
Im Rahmen der SAFEKON stellte Innenminister Heribert Rech am Freitag, 2. Oktober 2009, erste Ergebnisse der vom Sicherheitsforum Baden-Württemberg in Auftrag gegebenen Studie zum Thema „Know-how-Schutz in Baden-Württemberg“ vor. „Die Studie macht deutlich, wie sehr Urheberrechtsverletzungen, Spionage und Informationsabfluss unsere Unternehmen bedrohen“, sagte Rech.

In der Studie wurden Angaben von rund 240 baden-württembergischen Unternehmen im Hinblick auf Wirtschafts- und Industriespionage ausgewertet. Die Befragung ergab, dass sich knapp 38% in den letzten vier Jahren Urheberrechtsverletzungen ausgesetzt sahen und 18% durch den Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen geschädigt wurden. Etwa 40% der betroffenen Unternehmen hatten aufgrund von Urheberrechtsverletzungen mit gravierenden Umsatzeinbußen (37%), Beeinträchtigungen von Geschäftsbeziehungen (40%) oder strategischen Vorteilen für Wettbewerber zu kämpfen (44%).

Die SiFo-Studie 2009 wurde im Auftrag des Sicherheitsforums Baden-Württemberg durch das Ferdinand-Steinbeis-Institut in Kooperation mit der School of Governance, Risk & Compliance der Steinbeis-Hochschule Berlin durchgeführt. Sie wurden dabei unterstützt von der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung und dem baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertag.

Sicherheit ist ein Thema am Standort Karlsruhe
Das Thema Sicherheit hat einen festen Platz am Standort Karlsruhe und wird unter verschiedenen Aspekten in speziellen Fachmessen und -kongressen abgebildet. Vom 8. bis 10. Oktober 2009 öffnet die Florian – Fachmesse für Feuerwehr, Brand- und Katastrophenschutz mit dem Rettungsdienstforum aescutec in der Messe Karlsruhe ihre Tore. Darüber hinaus beschäftigt sich die IT-TRANS – Konferenz und Fachmesse rund um das Thema IT-Lösungen für den öffentlichen Personenverkehr im Februar 2010 u. a. mit dem Thema Fahrgastsicherheit. Risiko- und Krisenmanagement bei Veranstaltungen und Events ist wiederum Thema der RisiKA, die im Oktober 2010 in der Messe Karlsruhe stattfindet. Die nächste SAFEKON ist 2011 geplant.

Weitere Informationen:
Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH
Alexandra Ochs
Tel.: +49 721 3720-5129
E-Mail: alexandra.ochs@kmkg.de
www.safekon.de

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